Bei dem  Finale der Bremer Pokalmeisterschaft setzte sich Rolf Hundack (DWZ 2048) von der Bremer Schachgesellschaft gegen Karsten Ohl (1830) von den SF Findorff durch.

In einer englischen Partie ließ Hundack mit Weiß früh eine Zersplitterung seiner Bauernstruktur am Damenflügel zu, doch dafür sicherte er sich ein gutes Druckspiel sowohl auf der d-Linie als auch am Königsflügel. Eine Kombination just dieser beiden Vorteile führte auch zur spielentscheidenden "petite combination": mit einem Qualitätsopfer auf d8 lenkte Hundack zunächst einen schwarzen Turm eben dorthin, um danach mit Dg5 wegen einer gleichzeitigen Mattdrohung auf g7 diesen Turm mit letztlicher Mehrfigur wiederzugewinnen. Ohls unmittelbar anschließender Versuch eines Dauerschachs per Turmopfer entpuppte sich als Rauchwolke, wonach ihm nur die Aufgabe blieb.

Auf dem Weg ins Finale schlug Hundack in den Vorrunden zunächst Stefan Menke vom TuS Varrel sowie seine Vereinskollegen Matthias Proske und Stefan Brehm, ehe er sich im Halbfinale der Hauptrunde gegen Ralph Kaßner vom SK Bremen Nord durchsetzte. In all diesen Begegnungen war Hundack eindeutiger Favorit. Nichtsdestotrotz hatte er in seiner Partie gegen Kaßner und insbesondere in der gegen Brehm kritische Momente zu überstehen.

Ohls Weg ins Endspiel führte hingegen über die Vorrunde bei den SF Findorff, wo er u.a. das "kleine Finale" gegen Hayo Hoffer (BSG) gewann. Anschließend schaltete er sensationell im zweiten Halbfinale der Hauptrunde den Fidemeister und 2248-Elo-schweren Olaf Steffens von Werder Bremen aus, der zuvor die Mitfavoriten Axel Jürgenlimke und Frank Peters (beide BSG) besiegen konnte.

Die Partie begann um 19:30 Uhr in den Werder-Clubräumen in der Hemelinger Straße und wurde hier live übertragen. Für den zur Verfügung gestellten Spielort sowie der Liveübertragung gebührt Werder Bremen ebenso Dank wie der Bremer Schachgesellschaft sowie den SF Findorff, die die Vorrunden durchgeführt haben.

Hundack tritt mit diesem Sieg die Nachfolge des Findorffers Jake Bokelmanns an und ist mit diesem Sieg qualifiziert für das bundesdeutsche Finale des Dähne-Pokals, welches vom 15.-17. Juni 2017 zusammen mit der Deutschen Amateurmeisterschaft in Niedernhausen stattfindet. Infos hierzu finden sich unter http://www.schachbund.de/dpem2017.html.

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