Lediglich einen mikroskopisch kleinen halben Punkt gab er ab: Zoran Jovanovic, seines Zeichens kroatischer Großmeister und 2659-Blitz-ELO-schwer, gewann am vergangenen Samstag mit einschüchternd souveränen 14,5 von 15 möglichen Punkten die Bremer Landesmeisterschaft im Blitzschach. Gratulation!
 


Der Sieger, der nicht zu verwechseln ist mit den gleichnamigen jugoslawischen Trickfilmzeichner, serbischen Basketballer oder schwedischen Fußballspieler Zoran Jovanovic, erlaubte sich ein schnelles Remis nur gegen den zweiten Großmeister des Feldes: der Zweitplatzierte Hrvoje (sprich: xr̩̂ʋoje) Stevic stammt auch aus Kroatien, verlor ebenfalls keine einzige Partie und spielt genauso wie der neue Meister für die 1. Mannschaft der SK Kirchweyhe. Gab es je zwei GMs bei einer Bremer Blitzmeisterschaft?
 
Dritter - und damit noch qualifiziert für die „Norddeutsche“ am 21.5. - wurde Tobias Jugelt von den gastgebenden Schachfreunden aus Lilienthal, denen Dank für die gelungene Durchführung des Turniers gebührt.
 
Jeweils zwei Preise in zwei Ratingkategorien waren zu vergeben: Unter DWZ 2000 waren Andre Büscher (Werder Bremen) und Wolfgang Müller (SK Bremen-Nord) erfolgreich, während Stefan Schwenke (SK Bremen-Nord) und Stefan Preuschat (Werder Bremen) in der Gruppe unter 1800 die vordersten Plätze belegten. Kulanterweise ist trotz mangelnder fünf Mitstreiter auch ein Preis für den besten Jugendlichen vergeben worden, den Nikolas Wachinger von Werder Bremen in Empfang nehmen durfte.
 
Schließlich sei noch die Wertung jener fünf Teams erwähnt, die sich für die „Norddeutsche“ der Mannschaften qualifiziert haben:
 
1. SF Lilienthal 30,5 Punkte
2. SV Werder Bremen 28,0 Punkte (bereits aufgrund des 1. Platzes bei der NDBMM des Vorjahres qualifiziert)
3. SK Kirchweyhe 27,5 Punkte
4. Delmenhorster SK 25,5 Punkte (bereits aufgrund des 3. Platzes bei der NDBBM des Vorjahres qualifiziert)
5. SK Bremen-Nord 22,5 Punkte
 
Das Teilnehmerfeld, welches mit 34 Teilnehmern nicht sonderlich groß war, erwies sich in der Spitze nicht nur auf den ersten beiden Plätzen als bärenstark; nahezu ein Drittel der Spieler besaß eine ELO über 2200, darunter einige IMs und FMs! Hingegen war der „Mittelbau“ im DWZ-Bereich (1500-2000) überraschend schwach vertreten; auch die Jugend glänzte eher durch Abwesenheit. Eine breitere Teilnahme für die Wiederauflage 2018 wäre äußerst wünschenswert!

 

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