Erst die letzte Runde entscheidet! Im schönsten Gegensatz zur letztjährigen Meisterschaft, bei der der spätere Sieger schon früh einsam seine Kreise zog, fällt die diesmalige Entscheidung über den neuen Bremer Meister erst in der morgigen Schlussrunde. Zwei Spieler streiten dabei ums oberste Treppchen: Daniel Margraf (Delmenhorster SK) ist es nach seinem Sieg gegen Peter Issing (Bremer Schachgesellschaft) gelungen, zum bis dato führenden Tobias Kügel (ebenfalls DSK) aufzuschließen, nachdem dieser in ein weiteres Remis gegen den Werderaner David Kardoeus einwilligen musste. Vor den samstäglichen Finalpartien notieren die beiden nun mit 7 Punkten, und da sie bereits gegeneinander gespielt haben, wird der Titel in einem Fernduell entschieden. Übrigens machten die beiden kürzlich auch den Titel der Delmenhorster Stadtmeisterschaft unter sich aus; da setzte sich erst im Stechen Margraf knapp durch.

Die größte Überraschung im Kampf um die weiteren Plätze ist wohl Nils-Lennart Heldt (1896) von Werder Bremen. Mit seinem Siege gegen Olaf Pienski (2145) und einem Remis gegen FM Marc Schütte (SK Oldenburg) hat der junge Setzranglisten-38. seine aufsteigende Form unterstrichen, er weist trotz einer überraschenden Auftaktniederlage starke 6 Punkte auf.

Während in der letzten Runde richtige Überraschungen ausblieben, stolperten auch in der siebten Runde wieder einige Favoriten; so schlug Sören Behrens von den Findorffer SF mit 1533 den rund 300 DWZ-stärkeren Igor Dietrich von der Bremer Schachgesellschaft. Auch das Remis des Werderaners Helmut Roses (1481) gegen Peter Schwenteck (1832, SF Mahndorf) ist hier zu erwähnen. Ein starkes Turneir spielen auch Collin Colbow, Nikita Rau, Anastasia Erofeev und insbesondere Diyar Bakiyev; denn der junge Spieler vom gastgebenden SF Mahndorf weist bisher mit 104(!) den turnierweit größten DWZ-Gewinn auf.

(Andreas Calic)

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